Spende von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN an die Hochwassergeschädigten in Höhe von 1000 DM

 

Bündnisch90/Die Grünen spendete am 25.01.1999 je 100 DM also sybolische Unterstützung an die 10 vom Werrehochwasser 1998/99 am stärksten betroffenen Haushalte. Unten stehend den Brief, denn die Geschädigten mit der Spende erhielten. Dort werden auch Maßnahmen beschrieben, die die Grünen für nötig halten, um eine Wiederholung der Überschwemmung zu verhindern.

 

Bündnis 90/Die Grünen
OV Lage
Tel. 929403
Jürgen Rosenow
Haferkamp 8
32791 Lage 25.1.99

 

An die Geschädigten des
Hochwassers vom Herbst 98

 

Sehr geehrte Damen und Herren!

Mit Bedauern haben wir im vergangenen Herbst zur Kenntnis nehmen müssen, dass das Hochwasser auch in Lage zu erheblichen Schäden geführt hat.
Sie sind einer der Geschädigten.
Die Schäden sind nicht allein auf ein Naturereignis zurückzuführen. Sie sind teilweise "von Menschen gemacht".
Fehler in der Stadtplanung, dem präventiven Hochwasserschutz und fehlerhafte Gewässerunterhaltung sind ein Teil des Problems.

Wir haben uns in der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen intensiv mit der Hochwasserproblematik auseinandergesetzt und dem Rat der Stadt Lage einen "12-Punkte-Plan" zum Hochwasserschutz vorgelegt, den wir Ihnen beiliegend zur Kenntnis geben.

Als Vorsitzender des Umweltausschusses habe ich die Möglichkeit, in diesem Ausschuss und im Rat den "Hochwasserschutz in Lage" zu thematisieren.

Das wird auch geschehen. Erste Schritte sind eingeleitet.

Auf Antrag von Hanns-Jürgen Hammesfahr (Die Grünen) wurde beschlossen, die Werrebrücke am Kampmannsweg zu vergrößern, sodaß diese Brücke keine Rückstaugefahr mehr bedeuten wird, wenn der Ausbau erfolgt ist. Die Mittel für die Gewässerunterhaltung wurden aufgestockt. Der Umfluter wird saniert werden. Der Umweltausschuss hat sich bereits in zwei Sitzungen mit der Thematik befasst. Weitere Beratungen werden folgen. Der Hauptausschuss der Stadt Lage hat auf meinen Antrag hin eine Spende für die Hochwassergeschädigten in Höhe von 10 000 DM bewilligt. Wir werden mit Nachdruck dafür eintreten, dass in Lage keine weiteren Planungsfehler wie das Bauen im Überschwemmungsbereich passieren.

Wir haben außerdem beschlossen, den zehn am meisten Geschädigten jeweils eine Spende von 100 DM zukommen zu lassen.

Wir wissen, dass das nur "einTropfen auf den heißen Stein" ist. Wir können mit dieser Geste nur unsere Solidarität mit Ihnen bekunden.

Mit freundlichen Grüßen

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