Politik in Lage

Informationsdefizit über Sparlampen
Leserbrief vom 14. 8. 2010Artikel kommentieren


Wegen des Auslaufens der klassischen Glühbirne gibt es viele Diskussionen über die Energiesparlampen - Die LZ berichtete und lies auch Bürger zu Wort kommen. Es offenbart sich ein großes Informationsdefizit - Dazu wurde der folgende Leserbrief veröffentlicht.
      

Hier der Leserbrief und das Abdruck aus der LZ:

Immer wieder die Diskussion um die Energiesparlampe?

Wie kommt es, das über das Thema so oft geredet und geschrieben wird und immer die Verbraucher noch so wenig Informationen haben. Ich frage mich, ob ich den Menschen ihre geringen Kenntnisse oder den (Fach)-Geschäften ihre schlechte Aufklärung vorwerfen soll. Als ich vor über 20 Jahren meine ersten Energiesparlampen in einem Elektrofachgeschäft kaufen wollte, wußte man gar nicht was das ist. Ich habe sie mir dann in der Schweiz im Versand bestellt.

In dem Artikel vom 11. 8. läßt die LZ 4 Menschen zu Wort kommen . Einer weist auf die LED-Technik hin und zeigt sich so auf der Höhe der Zeit, denn eigentlich müßten wir uns darüber Gedanken machen, wie und wo wir unsere Energiesparlampen durch die noch besseren LEDs ersetzen können. Die Diskussion Glühbirne gegen Energiesparlampe müßte sich eigentlich schon vor 10 Jahren erledigt haben. Die anderen bringen Argumente, die schon hundertfach widerlegt wurden und trotzdem immer wiedergekäut werden.

Argument 1: In einem Durchgangszimmer kann man Energiesparlampen nicht benutzen, weil zu oft geschaltet wird und diese dann schnell kaputtgehen - ein halbes Jahr gibt der Leser an. Es mag ja sein, das seine Leuchtmittel so schnell den Geist aufgegeben haben, aber dann liegt das vermutlich daran, dass er auf ein minderwertiges Billigprodukt reingefallen ist. Wir benutzen Energiesparlampen sogar im Treppenhaus für das Fünf-Minuten-Licht. Es ist ein dreistöckiges Treppenhaus und es wird entsprechend oft geschaltet. Die Energiesparlampen halten Jahre.

Argument 2: Die Energiesparlampen brauchen zu lange, bis sie die volle Leuchtkraft erreichen. Ja, es gibt solche Modelle, aber die meisten modernen Version sind schnell da.

Argument 3: Das Licht der Energiesparlampen ist kühl. Die Leserin gibt an, auf Ihrer Arbeitsstelle bekommt sie manchmal Kopfschmerzen davon. Ja die Standard-Energiesparlampe hat ein kälteres Licht als die Standard-Glühbirne. Aber man kann heute Energiesparlampen in allen möglichen Lichtfarben kaufen und für meinen heimeligen Lesesessel suche ich mir dann eine schöne warme Lichtfarbe aus - für den Keller reicht vermutlich der Standard. - Und was den Arbeitsplatz der Leserin betrifft - auch diese Diskussion ist schon Jahrzehnte alt. Sie wurde über die Neonröhren geführt. Diese sind ja die ersten und jahrzehntealten Energiesparlampen. Im dem Betrieb, in dem ich arbeite wurden vor ca 15 Jahren allen Büros und Arbeitsräumen die normalen Neonröhren gegen solche mit gesunder Lichtfarbe (tageslichtähnlich) ausgetauscht.

In Ihrem Artikel weisen zu recht auf die Quecksilberproblematik hin, den einzigen wirklichen Nachteil der Energiesparlampen. Hier gilt es verantwortlich mit dem Müll umzugehen. Vielleicht könnte man auch die Rücknahmemöglichkeiten noch verbessern. Ich empfehle die Sondermüllsammlung, die von Zeit zu Zeit in den Innenstätten durchgeführt wird. Dann kann man sich besondere Wege sparen.

Reimund Neumann



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