Politik in Lage

Antrag an den Rat vom 26. 9. 2013Artikel kommentieren


Da auch Lage zu den Gebieten gehört, in denen es zur Suche nach Erdgas mit dem gefährlichen Verfahren des 'Fracking' kommen kann, beantragen die Grünen eine eindeutige Stellungnahme des Rates gegen dieses Verfahren.
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Grüne beantragen Stellungnahme des Rates gegen Fracking

Beschlussantrag:
Der Rat der Stadt Lage spricht sich gegen die Durchführung von Bohrungen zur Aufsuchung/Gewinnung von Erdgas in sogenannten unkonventionellen Lagerstätten auf dem Gebiet der Stadt Lage aus. Insbesondere werden keine städtischen Flächen für derartige Bohrungen zur Verfügung gestellt.
v Zugleich fordert der Rat von Bund und Land eine Novellierung des Bergrechts, durch das höchste Umweltstandards und breite Beteiligungsrechte der Öffentlichkeit sichergestellt werden.
v Die Verwaltung wird beauftragt, diesen Beschluss des Rates inkl. Begründung der Bundes- und der Landesregierung NRW mitzuteilen.

Begründung/Erläuterung:
Die Stadt Lage gehört zu einem Gebiet, in dem es eine potenzielle Berechtigung zur Suche nach Erdgas durch Fracking gibt.
v Die vorliegenden Gutachten des Umweltbundesamtes und der Landesregierung NRW sowie Erfahrungen in den USA haben die erheblichen Risiken bei der Anwendung der Fracking-Methode aufgezeigt. Bislang können irreversible Verunreinigungen des Bodens und insbesondere von Grund- bzw. Trinkwasserreservoirs durch den Einsatz hochgiftiger Chemikalien (im Frackfluid oder im Backflow) nicht ausgeschlossen werden.
Vor diesem Hintergrund ist – zumindest beim gegenwärtigen Stand der Erkenntnisse – der Einsatz der Fracking-Methode aus Sicht des Boden- und des Gewässerschutzes nicht zu verantworten.

Zudem ist darauf hinzuweisen, dass nach Auffassung des Sachverständigenrats für Umweltfragen der Bundesregierung die Erdgasgewinnung durch Fracking für die Realisierung der Energiewende nicht erforderlich ist.

Jürgen Rosenow

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