Politik in Lage

Erklärung der Grünen zur Ratsentscheidung vom 25. 9. 2014Artikel kommentieren


Am Donnerstag diskuierte der Rat über die Verlängerung der Zustimmungsfrist zum Erwerb des City-Centers. Der Insolvenzverwalter hat dies der Stadt Lage angeboten und verlangt dafür eine Verlängerung des Mietvertrages für die städtischen Räume im City-Center. Die Grünen lehnen die Fristverlängerung ab. Jürgen Rosenow erklärte im Rat ...
Weitere Infos:  Bericht der LZ    Chronologie der Diskussion
      

Zweite Fristverlängerung bringt die Innenstadtentwicklung nicht voran

Die Hoffnung, dass Tenbrinke attraktive Ankermieter für die Ansiedlung im City Center gewinnt, hat sich zerschlagen. Auch die erste Fristverlängerung, die der Rat ohne Not bei dem Insolvenzverwalter für 50 000 Euro erkauft hat, hat nichts erbracht. Wir halten wenig davon, noch einmal 4 Monate abzuwarten, um am Ende bestenfalls den sogenannten „Anermieter“ Lidl am Marktplatz ansiedeln zu können. Auch die Bedingung von Lidl, ihn besser an die Bundesstraße anzubinden halten wir nicht für umsetzbar.

Die von Herrn Liebrecht aufgezeigte vermeintliche, Gefahr, dass ein Käufer auftreten könne, der die Stadt als Mieter loswerden möchte, ist unrealistisch. Die Stadt als Mieter sichert jedem Eigentümer langfristig ein sicheres Einkommen.

Die Verlängerung des Mietvertrages für die Verwaltung ist nach unserer Einschätzung kontraproduktiv. Die Real Estate Management ist gerne darauf eingegangen, weil dadurch der Wert des City Centers deutlich höher eingeschätzt wird. Erst dadurch und durch das nachdrücklich geäußerte Kaufinteresse stabilisiert sich der Kaufpreis bei 3 Millionen Euro. Dieser Zusammenhang wird auch deutlich, wenn man im Internet Angebote der Real Estate Management anschaut. Dort wurden im Oktober 2013 insgesamt 13 Objekte mit einer Gesamtverkaufsfläche von 26.234 Quadratmetern für 3.195.000 € angeboten. 58,2 % der Verkaufsflächen waren vermietet. Vergleicht man das mit der Situation beim City Center, so wäre das City Center ohne die Verwaltung als Mieter deutlich überbewertet.

Die Stadt sollte direkt mit der Deutschen Bank als entscheidendem Gläubiger verhandeln. Die Deutsche Bank ist diejenige, die letztendlich den Preis bestimmt, weil sie 74 % der Konkursmasse hält. Gleichzeitig sollten Alternativstandorte für das Rathaus geplant werden, um der Deutschen Bank zu signalisieren, dass wir nicht ausschließlich auf das City Center setzen. Die Stadt könnte besser verhandeln und einen Teil der Immobilie günstiger selber erwerben und für die Unterbringung der Verwaltung nutzen.

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