Politik in Lage

Leserbrief an der LZ vom 3. 10. 2015Artikel kommentieren


Die A2 ist eine wichtige Verkehrsader in Ostwestfalen. Steigen dort die Verkehrszahlen ständig an, wie von vielen Seiten behauptet? Hier ein Leserbrief, der diese Thematik aufgreift.
      

Steigen die Verkehrszahlen auf der A2 ?

In mehreren Beiträgen hat die LZ die Autobahn A2 zum Thema gemacht. Mir hat es besonders gefallen, daß über ein wichtiges Thema mal ausführlich geschrieben wurde, daß viele Aspekte von historischer Betrachtung bis zu aktuellen Problemen aufgearbeitet wurden. So etwas kommt im hektischen Tagesschäft sonst oft zu kurz.
Ein Punkt ist aber nicht gründlich beleuchtet worden. "Der Verkehr nimmt stetig zu / Schwerlastbereich besonders betroffen" heißt es schon in der zweiten Überschrift. Diese Aussage wird ja in vielen Stellungnahmen von vielen Seiten aufgestellt. Ist das wirklich so?
Es gibt eine automatische Dauerzählstelle auf der A2, die jedes Fahrzeug erfaßt. Dort wurden folgende Zahlen für den Schwerverkehr ermittelt: 18.644 (2003) 17.288 (2006) 15.805 (2009) 17804 (2012). Neuere Zahlen liegen mir noch nicht vor. Statistiker mögen es besser analysieren können, aber es ist vermutlich nicht falsch zu sagen, der Schwerlastverkehr ist auf der A2 gleichbleibend und schwankt nur leicht mit dem Wirtschaftwachstum - daher die Delle nach unten im Jahre 2009 (Finanz- und Wirtschaftskrise). Der Gesamtverkehr stieg leicht von 2003 mit 89.869 Fahrzeugen auf 92.887 im Jahr 2012 mit leichtem Auf und Ab in den Jahren dazwischen.
Ein anderer Artikel in der LZ vom 25.9. sollte zu denken geben. Dort wird über eine Veranstaltung des Industrie- und Handelsclubs OWL berichtet. Der Referent, Karl Gernandt, ein führender Manager des großen Logistikkonzerns Kühne und Nagel sprach über die Zukunft seiner Branche. Er sieht eine Trendumkehr. Produktionsstandorte werden in Zukunft wieder näher an die Abnehmer verlagert. Als Gründe nannte er u.a. sich angleichende Lohnkosten und neue Produktionsverfahren (3D-Drucker)
Nichts gegen Investitionen zur Reperatur bestehender Verkehrswege, aber wer 2 und 2 zusammenzählen kann, wird Erweiterungen und Neubau kritisch bewerten.

Reimund Neumann


    

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