Politik in Lage

Asylbewerberunterkunft Bredestraße
Antrag vom 6. 11. 2015Artikel kommentieren


Angesichts der zahlreichen Menschen, die in unserer Stadt Zuflucht suchen und untergebracht und betreut werden müssen, fordern die Grünen eine Personalaufstockung in diesem Bereich.
      

Einrichtung einer weiteren Sozialarbeiterstelle für die Betreuung der Asylbewerber

die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen beantragt die Einrichtung einer weiteren Sozialarbeiterstelle für die Betreuung der Asylbewerber.

Begründung:

Bereits anlässlich der Haushaltsplanberatungen für das Jahr 2015 beantragte die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen die Einrichtung einer Sozialarbeiterstelle zur Betreuung der Asylbewerber. Der Antrag wurde in der Ratssitzung vom 17.12.2014 mehrheitlich abgelehnt. In seiner Stellungnahme zum vorgenannten Antrag stellte der Bürgermeister bei Zurverfügungstellung von Bundes- oder Landesmitteln jedoch die Einstellung von zwei Sozialarbeitern in Aussicht. Im Laufe des Jahres 2015 kam es dann zur Beschäftigung von Frau Esra Pollmann.

Im Vergleich zum Zeitpunkt der Verabschiedung des Haushalts 2015 zu heute hat sich die Zahl der in Lage angekommenen Flüchtlinge verdreifacht. War Ende 2014 noch von ca. 200 Flüchtlingen die Rede, wird die Stadt Lage allein im Jahr 2015 hochgerechnet 550 Personen aufgenommen haben. Das Übergangsheim in der Bredestraße ist voll belegt. Es mussten zahlreiche -über das Stadtgebiet verteilt- Wohnungen angemietet bzw. Häuser angekauft werden. Dieses bedeutet, dass die Flüchtlinge nun nicht mehr zentral durch die Sozialarbeiterin betreut werden können. Die durchaus erwünschte dezentrale Unterbringung zieht jedoch einen höheren Zeitaufwand nach sich.

Zwar hat die Stadt Lage mit Frau Esra Pollmann eine überaus engagierte Kraft eingestellt, doch steht zu befürchten, dass sie allein eine sinnvolle Betreuung und Unterstützung auf Dauer nicht wird sicherstellen können.

Hinzukommt folgender Aspekt: In Lage haben sich ehrenamtliche Helfer zur Betreuung von Flüchtlingen zusammengetan. Diese Helfer bräuchten eine/n AnsprechpartnerIn, um eigene Aktionen in Zusammenarbeit mit den städtischen Institutionen durchzuführen. Frau Esra Pollmann kann diese Koordination der freiwilligen Helfer nicht auch noch leisten, was zur Folge hat, dass mache angedachte Maßnahme nicht durchgeführt wird.


Bereits bei Einbringung des Antrages signalisierte der Bürgermeister, daß auch von der Verwaltung Personalaufstockung in diesem Bereich vorgesehen sei.

Gegenüber dem Entwurf des Stellenplanes wurden folgende zusätzliche Stellen beschlossen:
  1. Eine Sozialarbeiterstelle
  2. Eine halbe Hausmeisterstelle in der Fachgruppe Soziales
  3. Eine halbe Sachbearbeiterstelle in der Fachgruppe Soziales
  4. Eine Stelle im technischen Bereich des Fachteams Gebäudemanagement
  5. Eine halbe Stelle zur Betreuung der EDV-Netzwerke in den Schulen

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