Bahnhof Lage, Eurobahn fährt ein

Bahnhof Lage, Eurobahn fährt ein

Thema im Wahlprogramm: Mobilität für alle

Der wichtigste Ansatz ist die Vermeidung von unnötigem Verkehr. Eine regionale Planung, die kleine Kommunen attraktiv hält – im Gegensatz zu einer Konzentration auf Oberzentren, kann einer Steigerung der Pendler- und Einkaufsverkehre entgegenwirken. Leitmodell „Stadt der kurzen Wege“ ist hier das Stichwort.

Zu Fuß gehen
Eine gute, oft unterschätzte Fortbewegung ist das Zufußgehen. Neben kurzen Wegen ist dafür eine Steigerung der Aufenthaltsqualität erforderlich: Ich gehe gern zu Fuß, wenn der Weg angenehm ist – mit Bänken, Bäumen und einem attraktiven Umfeld. Fußgänger müssen sich im öffentlichen Raum wohlfühlen. Das dient der Sicherheit und dem sozialen Miteinander. Zum Schutz der Fußgänger sollten Radfahrer nicht die Gehwege benutzen.

ÖPNV stärken und ausweiten
Lage als Verkehrsknoten verfügt über einen renovierten, barrierefreien Bahnhof. Wir engagieren uns für eine weitere Verbesserung der Infrastruktur. In überregionalen Gremien müssen sich Politik und Verwaltung in Lage dafür einsetzen, dass der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) im Stadtgebiet und den Ortsteilen gestärkt und ausgeweitet wird.

Konkret bedeutet das:

  • generell Halbstundentakt für Bus und Bahn und in der Verbindung zum Oberzentrum Bielefeld Viertelstundentakt
  • individualisierte Lösungen für die Ortsteile
  • die Bahnstrecke Bielefeld-Lemgo elektrifizieren und soweit zweigleisig ausbauen (Ausweichgleis in Ehlenbruch), dass Verspätungen geringer werden
  • Busse auf elektrischen Antrieb umstellen
  • für die verschiedenen Verkehrsarten optimale Übergänge schaffen (Fuß, Rad, Auto, Bus, Bahn, Leihfahrzeuge)
  • Tarifstruktur vereinheitlichen
  • Jobticketangebot ausbauen
  • dynamische Echtzeit-Fahrgast-Informationssysteme, die alle Verkehrsarten umfassen, an allen wichtigen Haltepunkten anbieten
Umsteigen am Busbahnhof Lage
Umsteigen am Busbahnhof Lage
Echtzeit-Fahrgast-Informationssystem am Busbahnhof Lage
Echtzeit-Fahrgast-Informationssystem am Busbahnhof Lage

Der Bahnhof Lage soll weiter aufgewertet werden: durch mehr Angebote im Bahnhofsgebäude, Mobilstation, mehr Fahrradboxen, mehr Pendlerparkplätze und eine bessere Anbindung an die Innenstadt per Rad und Fuß. Dazu gehört auch eine gute Anbindung der Ortsteile und verbesserte barrierefreie Bushaltestellen mit überdachten Fahrradständern.

Radverkehr
In verschiedenen überregionalen Gremien (Regiopole, Regionale, Kreis Lippe) wird derzeit an einem Radwegenetz in OWL gearbeitet. Die Stadt Lage ist dort nur mittelbar beteiligt. Sie sollte sich aber verstärkt einbringen, um sinnvolle Lösungen für Anschlüsse an das städtische Radwegenetz zu erreichen und um Fördermöglichkeiten wahrnehmen zu können. Es ist erforderlich, auf den Grunderwerb deutlich mehr Gewicht zu legen. Häufig scheitern Radwege oder die Planung verzögert sich, weil die Flächen nicht zur Verfügung stehen. Für Problemfälle, wie zum Beispiel die Lücke an der Helpuper Straße, sollte Planungsrecht geschaffen werden, um diese Projekte fertigzustellen. Beispiele für fehlende Radwege, die von uns seit Langem im Normalausbau oder als Bürgerradwege gefordert werden, sind: Heidensche Str., Liemer Str., Soorenheider Str., Heßloher Str., Bielefelder Str.

Fahrradabstellanlagen müssen ausgebaut und verbessert und an jeder öffentlichen Einrichtung und an Geschäften zur Pflicht werden. Um die Sicherheit der Radfahrer*Innen zu erhöhen, ist die Kennzeichnung von Radwegen in Einmündungen und anderen Gefahrenstellen zu überprüfen und zu erneuern. Radwege sind breiter anzulegen (für E-Bikes und Begegnungsverkehr).

Mit dem Fahrrad Ziele erreichen:
Über ein gutes Radwegenetz in OWL
Vorfahrt für Fahrräder

B 239n und B 66n
Wenn wir von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Planungen für dieses gigantische Straßenbauprojekt rund um Lage verhindern wollen, tun wir das nicht, weil uns etwa die Mobilität egal ist. Dieser 150 Millionen Euro (!) teure Straßenneubau ist aber überflüssig, weil es genügend Alternativen für einen reibungslosen Verkehrsfluss gibt. Das zeigt auch der Verkehrsentwicklungsplan unserer Stadt. Zudem werden wir in 2030 mit verschiedenen Verkehrsmitteln („multimodal“) und deutlich leiser unterwegs sein. Die Parameter haben sich verändert und stützen die Planung aus den 60er Jahren nicht mehr. Mit minimalen Zeitgewinnen zwischen Lage und Herford von teilweise unter 1 Minute kann man in Zeiten des menschengemachten Klimawandels einen Flächenverbrauch von ca. 150 ha an Acker und Natur nicht rechtfertigen. (Offizielle Zahlen aus dem Bundesverkehrswegeplan)

E-Mobilität
E-Mobilität ist eine von vielen Möglichkeiten, unseren CO2-Ausstoß im Verkehrssektor zu reduzieren. Sie ist noch nicht das Maß aller Dinge, aber wenn das Fahrzeug eher klein ist, womöglich auch noch geteilt wird (Carsharing) und der Strom aus erneuerbarer Energie kommt, macht das leise Dahingleiten nicht nur den Fahrern Spaß, sondern auch der Umwelt. (Lasten) E-Bikes und Pedelecs sind eine perfekte Ergänzung.

E-Fahrzeug wird in Lage aufgeladen - Dies wird für On-Demand-Verkehr eingesetzt
E-Fahrzeug wird in Lage aufgeladen – Dies wird für On-Demand-Verkehr eingesetzt

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