die Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt, eine gesamtstädtische Digitalisierungsstrategie für die Stadt Lage zu entwickeln.
Beschlussvorschlag:
- Der Rat der Stadt Lage beauftragt die Verwaltung, eine gesamtstädtische Digitalisierungsstrategie zu erarbeiten und dem Rat zur Beschlussfassung vorzulegen;
- Die Digitalisierungsstrategie soll auf vorhandene Ziele und Grundsätze der Stadtentwicklung aufbauen und diese in die digitale Transformation einbeziehen.
- Bei der Erarbeitung sollen insbesondere folgende Fragen beantwortet werden:
- Welches Potenzial bietet Digitalisierung für Verwaltung, Bürgerservice, Beteiligung und interne Abläufe?
- Welche Verwaltungsprozesse wurden bereits analysiert, und wo gibt es Verbesserungspotenzial?
- Wie kann Wissen in der Verwaltung besser gesichert, geteilt und nutzbar gemacht werden ? (z. B.: Wissensdatenbanken oder strukturierte Übergaben)
- Gibt es Standards, die kurz-, mittel- oder langfristig erreicht werden können?
- Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden, damit die Strategie erfolgreich umgesetzt werden kann?
- Die Strategie wird – wo sinnvoll – mit Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet. Eine breite Beteiligung sichert Akzeptanz und Praxisnähe.
- Die ersten Verwaltungsideen und der Sachstand werden regelmäßig im Digitalisierungsausschuss vorgestellt.
- Die Strategie wird regelmäßig aktualisiert und in geeigneten Abständen im Digitalisierungsausschuss vorgestellt.
Begründung:
Die Stadt Lage verfügt bereits über verschiedene fachbezogene Ziele und Planungen etwa zur Stadtentwicklung oder zur Nachhaltigkeit. Eine Digitalisierungsstrategie bietet die Chance, diese bislang oft nebeneinanderstehenden Ansätze miteinander zu verknüpfen und auf ein gemeinsames Gesamtziel auszurichten. Digitalisierung ist dabei kein Selbst-
zweck, sondern ein Werkzeug, um die Ziele zu erreichen, die sich die Stadt bereits gesetzt hat. Eine Digitalisierungsstrategie schafft hier Orientierung, Verbindlichkeit und Transparenz. Sie hilft dabei, Ressourcen gezielt einzusetzen, Parallelstrukturen zu vermeiden und die Umsetzung messbar zu machen.
Besonderes Augenmerk sollte auf der vorgelagerten Prozessanalyse liegen, damit nicht nur einzelne Leistungen digitalisiert werden, sondern langfristig optimale Verwaltungsabläufe geschaffen und medienbruchfrei gestaltet werden.
Wissensmanagement ist auch bei Verwaltungswissen wichtig und darf nicht von einzelnen Personen abhängen. Digitale Werkzeuge können helfen, Wissen zu dokumentieren, auffindbar zu machen und bei Personalwechseln zu erhalten. Die Strategie soll auch hier konkrete Ansätze entwickeln.
Beteiligungsformate und eine verbindliche Umsetzung der Strategie sollten die Basis für das Vertrauen in die Arbeit der Verwaltung bilden.

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