Grüne zeigen sich kritisch gegenüber der Trassenführung der B239n

Presseerklärung vom 27. 5. 2006

Blaue Trasse als B239-neu unverantwortbar!

Grüne führten öffentliche Bereisung der “Blauen Trasse ” – B 239 neu durch

Während einer Begehung der von der CDU vorgeschlagenen sogenannten “Blauen Trasse” entlang des Ohrser Holzes wurde das Ausmaß der Eingriffe durch diese Planung in die Landschaft deutlich. Die Fraktionsmitglieder von Bündnis 90/Die Grünen und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger der betroffenen Ortsteile im Westen der Stadt Lage konnten sich ein Bild vor Ort machen.

Eine der wenigen in Lage noch vorhandenen zusammenhängenden freien Landschaften würde durch eine solche Trasse zerstört. Insbesondere die idyllischen Flussauen von Werre, Haferbach und Gruttbach wären betroffen. Die Teilnehmer konnten seltene Tier- und Pflanzenarten, die teilweise auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten stehen, beobachten. Sogar der Eisvogel, der an mehreren Stellen in diesem Bereich an den natürlichen Bachufern seine Nisthöhlen baut, ließ sich blicken. Als Laichgebiete und Rückzugsraum für seltene Fischarten haben diese Bäche eine hervorgehobene Bedeutung. Stefan Schmidt, Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Denkmalschutz im Lippischen Heimatbund erläuterte sachkundig die Bedeutung dieser schützenswerten Bereiche. Er machte deutlich, dass in dem Landschaftsplan die Bachauen von Werre-, Grutt- und Haferbach gerade dort als Naturschutzgebiete mit dem höchsten Schutzgrad vorgesehen sind. Eine Schnellstraße könnte in dem Bereich über weite Strecken nur als Brückenbauwerk geführt werden. Das hätte unabsehbare Grundwasserabsenkungen zur Folge.

Mit einem Flächenverbrauch von etwa 150 Hektar allein auf Pottenhauser, Ohrser und Wissentruper Gebiet wäre die Existenz mehrerer Landwirte gefährdet. Die Landschaftseinschnitte und die Gründungen der Brückenbauwerke würden das Grundwasser absenken mit unabsehbaren Folgen für die Bewirtschaftung der Äcker. Dies betonte der Ohrser Landwirt Frank Meier. Die zerschnittenen Restflächen seien außerdem nicht mehr wirtschaftlich nutzbar.

Erschrocken waren insbesondere die Ohrser Bürgerinnen und Bürger, als sie die Dimensionen des zukünftigen Brückenbauwerkes über der Ohrser Straße erkannten. Birgit und Bernd Dufner hatten an der Kreuzungsstelle die Ausmaße der Brücke dargestellt.

Unverständnis wurde erneut darüber geäußert, dass eine Straße dieses Ausmaßes geplant wird, ohne dass aktuelle verlässliche Zahlen über die Verkehrsströme vorliegen, zumal bekannt ist, dass die Zahlen der zurückliegenden Verkehrszählungen der B 239 und der B 66 kontinuierlich zurück gegangen sind. Verschiedene Trassen

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