Die drei Koalitionsparteien beantragen, in der Stadt Lage ein Netzwerk zu gründen, damit der gemeinsame Schutzauftrag für Kinder wirksamer gestaltet werden kann.
Antrag Kinderschutz
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
Die Fraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP beantragen, in der Stadt Lage ein Netzwerk zu gründen, damit der gemeinsame Schutzauftrag für Kinder wirksamer gestaltet werden kann. Innerhalb der Stadt Lage soll es für bedrohte Kinder Anlaufstellen geben, sogenannte „sichere Orte „, die ihnen Zuflucht bieten.
Ziel
Der Schutz von Kindern vor-Gewalt-und Vernachlässigung stellt eine wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das am 1.01.2012 in Kraft getretene Kinderschutzgesetz bringt Prävention und Intervention gleichermaßen voran und steht für bessere Unterstützungsangebote für Familien, Eltern und Kinder, mehr Zusammenarbeit der relevanten Akteure und starke Netzwerke im Kinderschutz. Die Sicherheit für Kinder im öffentlichen Raum soll erhöht werden. Es soll erreicht werden, dass Erwachsene hinsehen und notfalls eingreifen, wenn Kinder in Not geraten.
Umsetzung
Mit dem Projekt „Kinder-Anker“ bietet die Stadt Lemgo bereits Anlaufstellen für Kinder, die in Not oder andere Schwierigkeiten geraten. Dieses Projekt gibt es seit 2009 als Gemeinschaftsaktion des DKSB Lemgo mit Stadt und Polizei. In Anbetracht der aktuellen Haushaltssituation der Stadt Lage und im Hinblick auf eine wachsende interkommunalen Zusammenarbeit innerhalb des Kreises Lippe, soll angefragt werden, ob das Projekt „Kinderanker“ auch auf die Stadt Lage ausgeweitet werden kann. Dazu wird das Jugendamt der Stadt Lage aufgefordert, Kontakt zum Jugendamt und dem Kinderschutzbund der Stadt Lemgo und dem Kinderschutzbund in Lage aufzunehmen. Sollte eine Ausweitung des Lemgoer Projektes nicht möglich sein, bitten wir, eventuell mit Unterstützung eines örtlichen sozialen Verbandes, Vereines oder Institution der Stadt Lage, ein vergleichbares Projekt für die Stadt Lage zu entwickeln und zu initiieren.
Mit freundlichen Grüßen
Nach verschiedenen Diskussionen in den Gremien des Rates soll das Ziel des Antrages unter Federführung der AWO Müssen-Billinghausen und in Kooperation mit der Stiftung ‚Hänsel ud Gretel‘ verwirklicht werden.
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