Während eines Spaziergangs diskutierten die Grünen mit interessierten Bürgern über die geplanten Hochwasserschutz- und Renaturierungsmaßnahmen der Werre.
Zwar ist Lage in jüngerer Zeit von schweren Hochwassern verschont geblieben, die Erinnerung an das Hochwasser im Jahr 1998 mit erheblichen Folgeschäden ist aber noch vielen betroffenen Lagensern präsent.
„Angesichts der Klimaveränderungen sind wirksame Hochwasserschutzmaßnahmen dringend erforderlich und müssen von der Planung bis zur endgültigen Umsetzung im Laufe der nächsten Legislaturperiode erfolgen“, machte Frank Drexhage, Bürgermeisterkandidat der Grünen, deutlich. Hochwasser hinter dem Schulzentrum
Die Planungen sind auch erforderlich, weil ein Großteil der Fließgewässer derzeit die gesetzten Ziele der EG-Wasserrahmenrichtlinie verfehlen. Zahlreiche Maßnahmen müssen im Zeitraum bis spätestens 2027 dafür sorgen, dass die Gewässer den guten Zustand bzw. das gute ökologische Potenzial baldmöglichst erreichen. Gemäß der EU-Vorgaben müssen diese Nacharbeiten gut begründet und bis 2021 bzw. in Sonderfällen bis allerspätestens 2027 vollständig umgesetzt sein.
Die erste Station des Spaziergangs war das „Alltroggestauwehr“, das mittelfristig entfernt werden muss, um die Durchlässigkeit für Fische zu gewährleisten und die Rückstaugefahr bei Hochwasser zu reduzieren.
In der Nähe des Bauhofs, auf dem ehemaligen Schrebergartengelände, wird der sogenannte Werre-Wasser-Park entstehen. Hier soll der Fluss für Bürgerinnen und Bürger erlebbar werden. Diese Planung geht auf einen Antrag der Grünen im Oktober 2016 zurück, dem der Rat zugestimmt hat.
Weiter ging es zu der geplanten Renaturierung der Werre hinter dem Schulzentrum im Bereich des Armkamps. Dort soll die Werre in einem neuen Bett mäandrierend geführt werden.
Erfreut sind die Grünen über die Vorschläge der Realschule, den „blauen Pausenhof“ unterhalb des Stauanlage der Zuckerfabrik anlegen zu lassen. Dort soll praxisorientierter Unterricht am Gewässer erfolgen. Gleichzeitig wird ein Umgehungsgerinne um die Stauanlage entstehen, um auch dort die Durchlässigkeit für Fische zu gewährleisten.
Frank Drexhage machte deutlich, dass es ihm sehr wichtig sei, im weiteren Verlauf der Planungen die betroffenen Bürgerinnen und Bürger mit einzubeziehen und Anregungen zu berücksichtigen.






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