Essen auf dem Marktplatz Lage

Marktplatz Lage mal anders

Thema im Wahlprogramm: Innenstadt und Ortsteile

Innenstadt

Wir begrüßen die städtischen Maßnahmen zur Belebung der Innenstadt, durch die neue Geschäfte finanziell und beratend unterstützt werden. Um gegen Internet und konkurrierende Nachbarstädte bestehen zu können, ist es noch wichtiger, die Stadtplanung entsprechend auszurichten. Märkte auf der grünen Wiese dürfen nicht genehmigt werden. Nahversorger in den Ortsteilen sollten in ihrer Größe dieser Funktion entsprechen und nicht als große Märkte geplant werden.

Lage kann in Zukunft mit Städtebauförderungsmitteln rechnen. Es gilt, diese Gelder klug einzusetzen. Ein wichtiges Stichwort für die Innenstadt ist Aufenthaltsqualität. Beispiel Lange Straße: sie lädt nicht zum Verweilen ein. Platz für Außengastronomie ist nahezu nicht vorhanden. Man muss sich zwischen parkenden Autos durchquetschen und die Kinder fest an der Hand halten. Wir setzen uns dafür ein, den Menschen mehr Platz zu geben und größere Teile der Langen Straße vom motorisierten Verkehr freizuhalten. Kurze fußläufige Verbindungen, Tweten, Innenhöfe und Plätze, wie wir sie aus vielen Städten der Umgebung kennen, erhöhen den Charme einer Innenstadt enorm. In Lage sind sie nur vereinzelt zu finden. Stadtplanung muss dem mehr Aufmerksamkeit schenken, zum Beispiel mit vorausschauendem Grunderwerb.

Blick auf die Bergstraße
Blick auf die Bergstraße

Wohn- und Baugebiete

Um zu vermeiden, dass immer mehr Flächen der Natur und der Landschaft entzogen werden, ist bei der Ausweisung von Wohn- und Baugebieten zurückhaltend vorzugehen. Wie schon im Stadtentwicklungskonzept vorgegeben, hat Flächenrecycling die erste Priorität, also die Nutzung ehemals bebauter Gebiete. Als nächste Schritte kommen die Innenentwicklung und die Ergänzungen von bestehenden Gebieten in Frage. Der Außenbereich, also die freie Landschaft, ist von Bebauung freizuhalten. Deshalb sind verstärkte Bemühungen zum Flächenrecycling notwendig. Auch ist zu prüfen, ob das Programm „Jung kauft Alt“ in Lage sinnvoll einzusetzen ist.
Bei der Planung und Errichtung von Wohngebieten sollten folgende Grundüberlegungen beachtet werden:

  • Verkehr: Alle Wohngebiete müssen durch attraktive Fuß- und Radwege und leistungsfähige Buslinien gut an die Innenstadt und an einen der Bahnhöfe im Stadtgebiet angebunden werden. Gleiches gilt auch für Gewerbegebiete.
  • Energie: Die Energieeinspar-Verordnung des Bundes sorgt bei Neubauten heutzutage schon für einen guten energetischen Standard. Mit weiteren Verbesserungen bei der Dämmung und der Haustechnik kann sogar das Passivhaus-Niveau erreicht werden. Die Stadt Lage sollte im Rahmen der Bauantragsbearbeitung aktiv bei den Bürger*innen für die Nutzung der entsprechenden Förderprogramme der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) werben.
  • Wärmeversorgung: Entstehen ganze Siedlungen neu, sollen Nahwärme-Inseln mit Block-heizkraftwerken als Grundversorgung für eine ökologische Energieerzeugung sorgen.
  • Mietwohnungen: Um für alle Einkommensgruppen Wohnraum zur Verfügung zu stellen, ist in den Bebauungsplänen festzulegen, dass immer ein zum jeweiligen Ortsteil passender Prozentsatz an bezahlbaren Sozial- und Mietwohnungen errichtet wird.
  • Nachbarschaft: Bei städtebaulichen Planungen ist es sinnvoll, sie so auszurichten, dass die Begegnung der Bewohner durch Plätze, Wege, Spiel- und Aufenthaltsflächen gefördert wird. Damit werden Voraussetzungen für die Entwicklung einer guten Nachbarschaft geschaffen (Quartiersplanung). Solche Maßnahmen lassen sich auch in vielen bestehenden Wohngebieten umsetzen.

Um diese Ziele in neu aufgestellten Bebauungsplänen besser durchsetzen zu können, befürwortet BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Gründung einer städtischen Immobiliengesellschaft oder einer Baugenossenschaft – ggf. in Kooperation mit bereits bestehenden Gesellschaften der Nachbarstädte.

Gestaltung

Schottergärten und Metallzäune mit Plastik-Einflechtungen vernichten den Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Die Stadt versucht, mit Geboten und Festsetzungen in Bebauungsplänen gegen solche Fehlentwicklungen vorzugehen. Grundstücke sollen mit lebenden Hecken eingefasst und durch Baumanpflanzungen gegliedert werden.

Uns GRÜNEN ist hierbei wichtig, positive Entwicklungen zu fördern. Dies ist zum Beispiel im Rahmen von Städtebauförderungsprogrammen möglich. Dabei können Bürger Zuschüsse erhalten, wenn sie zur Verbesserung des Stadtbildes und Erhöhung der Wohnqualität Fassaden freilegen, Dachgestaltungen verbessern, Vorgärten entsiegeln, Hofflächen begrünen, Bruchsteinmauern errichten.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzt sich dafür ein, dass diese Programme bekannt gemacht werden, die Bürger bei der Beantragung Unterstützung
erhalten und dass die Stadt auch eigene Finanzmittel einbringt.

Ortsteile
Für die Ortsteile ist es wichtig, dass sie ihren Charakter nicht verlieren. Dazu gab es schon zahlreiche Pläne und Konzepte, die nur zögerlich verwirklicht wurden. Durch die wirtschaftliche Entwicklung sind viele Institutionen, Geschäfte, Gaststätten und Ähnliches geschlossen worden oder sind gefährdet. Damit möglichst viele erhalten bleiben, ist zu prüfen, ob Einrichtungen wie Post, Sparkasse oder Bäckerei in einem Gebäude oder auf einem Gelände zusammengeführt werden können, wenn sie einzeln Schwierigkeiten haben. Mit den Dorfgemeinschaften werden wir Ideen entwickeln oder schon vorhandene aufgreifen. (Dorftreff, -cafe etc.)

Lindenallee in Ehlenbruch
Lindenallee in Ehlenbruch

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