Silvester 2021/2022 für Lippe ein wichtiges Datum. Drei weitere AKWs wurden abgeschaltet. Darunter auch Grohnde. Am AKW Grohnde fanden sich um Mitternacht mehr als 100 Menschen ein, um dieses Datum vor Ort zu würdigen – Coronagerecht versteht sich. Das Motto lautete:
Das Abschalten des AKW Grohnde ist ein kleiner Schritt für PreussenElektra, aber ein großer Schritt für die Anti-Atom-Bewegung in unserer Region!
In kurzen Reden wurde an viele Aspekte des langen Kampfes gegen das AKW erinnert. Häufig viel die Bemerkung: „Mir fällt ein Stein vom Herzen.“
Das gibt die Lage wieder. Auch wenn die meisten Menschen die Gefahr verdrängt haben. Lage liegt nur 40 km entfernt – 2016 wurde im Schulzentrum am Werreanger ein Evakuierungsszenario nach einem Reaktorunglück durchgespielt – 25.000 Menschen sollten dort betreut werden. Die Gefahr war immer da. Man stelle sich nur einmal folgende überregionale Schlagzeile vor: „Radioaktiver Störfall in der Gesundheitsregion Lippe – Weserbergland“
Allen Anwesenden war dies bewusst. Sie waren erleichtert. Die Gefahr einer Havarie des AKWs ist jetzt gebannt. Noch ist nicht alles gut. Solange, bis Mitte dieses Jahrhunderts ein Endlager für radioaktive Abfälle in Betrieb geht, wird der gefährliche Müll wohl in einer wenig gesicherten Halle hier auf dem Gelände lagern.


Die größte Demo zum AKW Grohnde fand im April 2011 statt. Hier der Bericht der LZ vom 26. April 2011:


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