Hochwasserschutz, Naturschutz, Naherholung und Wasserrahmenrichtlinie – Viele Aufgaben für die Stadt Lage an der Werre
Auf einer Wanderung an der Werre mit Julia Eisentraut, der GRÜNEN Landtagskandidatin im Wahlkreis Lippe I, diskutierten die GRÜNEN Lage über Hochwasserschutz, Naturschutz, Naherholung und die Umsetzung der Europäische Wasserrahmenrichtlinie. Norbert Sielemann von der Fachstelle Umweltschutz und Landschaftspflege des Lippischen Heimatbundes lieferte den fachlichen Input.
Am Werreanger war die erste Station das Wehr von Pfeiffer&Langen (Zuckerfabrik). Das Wehr wird erneuert und die nicht mehr funktionsfähige Fischtreppe wird durch ein sogenanntes Umgehungsgerinne ersetzt. „Damit wird den Vorschriften der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie entsprochen, die eine Durchgängigkeit für Fische und andere Lebewesen in den Flussläufen erfordert“, erklärt Reimund Neumann, Sprecher der GRÜNEN Lage. Die Wasserrahmenrichtlinie verpflichtet die Länder und Kommunen dazu, die Flussläufe in einen guten Zustand zu versetzen.
„Es stehen zahlreiche Maßnahmen zum Hochwasserschutz an“, so Norbert Sielemann im Bereich des Armkampes, „hier wird der Werreverlauf verändert und dem Wasser wird mehr Raum gegeben. Die ersten Maßnahmen wie die Erhöhung von Dämmen zum Schutz des Schulzentrums und des Freibades sind schon erfolgt.“ Die GRÜNEN vor Ort bemängeln den schleppenden Fortschritt der Maßnahmen. Andere Städte in Lippe, etwa Lemgo sind schon deutlich weiter. „Von Landesseite müssen wir die Kommunen finanziell und personell in die Lage versetzen, den Hochwasserschutz schnell und konsequent umzusetzen“, führt Julia Eisentraut aus. „Die Flutkatastrophe an Ahr und Erft müssen uns eine Mahnung sein“, so die Landtagskandidatin weiter.
Zwischen der Bahnlinie und Werre ist schon viel passiert zum Umweltschutz. „Benjeshecken und Streuobstpflanzungen, die der Lippische Heimatbund vor einigen Jahren dort angelegt hat und seither pflegt, sind willkommene Orte für Insekten und Vögel“, so Norbert Sielemann. Zwischen Werre und Umfluter soll im Zuge der Hochwasserschutzmaßnahmen ein Bereich entstehen, indem innnenstadtnah das Wasser zur Naherholung zugänglich gemacht werden soll, ähnlich dem ‚Werrestrand‘ in Detmold. „Naherholung, vor allem mit städtischen Grün- und Wasserflächen spielen eine entscheidende Rolle im Zuge der Klimakrise, um Städte lebenswert und kühl zu halten. Alle Baumaßnahmen in der Stadt müssen das schon jetzt berücksichtigen“, schließt die Landtagskandidatin Julia Eisentraut.



Bericht in der LZ:


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