- Die Verwaltung erstellt eine Potenzialanalyse für Fassaden- und Dachbegrünungen im Innenstadtbereich, v.a. an/auf Flächen, die sich thermisch besonders aufheizen.
- Die Verwaltung erstellt eine Potenzialanalyse für Baumpflanzungen im Innenstadtbereich. Es soll sich um Bäume handeln, die das Potential haben, sowohl eine erhebliche Menge CO² aufzunehmen als auch Hitzetagen ausreichend Schatten zu spenden und das Mikroklima zu verbessern. Dabei sollen Versickerungsmaßnahmen ein Vorrang eingeräumt werden.
- Sollten sich aus der Analyse (Punkte 1 und 2) Potenziale für Flächen bzw. Gebäude ergeben, die sich nicht in städtischer Hand befinden, erarbeitet die Verwaltung ein Konzept dafür, wie mit den Eigentümern kommuniziert werden kann bzw. wie diese motiviert werden können, entsprechende Maßnahmen durchzuführen.
Begründung:
Zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger, v.a. der vulnerablen Gruppen, müssen wir Maßnahmen ergreifen, die den negativen Auswirkungen der zunehmenden Hitzesommer sowie der Überhitzung der Innenstadt und der Schulgelände zu begegnen. Hierzu leistet einerseits die Begrünung von Wegen, Plätzen, Fassaden und Dächern einen entscheidenden Beitrag.
Zur weiteren Begründung für die Punkte 1-3 wird auf einen Auszug der Pressemitteilung des Umweltbundesamtes vom 28.06.2022 verwiesen:
Aufgrund des Klimawandels werden auch in Deutschland immer mehr heiße Sommertage gezählt. Die Tropennächte nehmen zu, also Nächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 °C sinkt. Dies belastet insbesondere vulnerable Gruppen in stark verdichteten Innenstädten. Das Phänomen deutlich höherer Temperaturen in Städten gegenüber dem Umland wird als „Urbaner Hitzeinseleffekt“ bezeichnet. Eine aktuelle Studie des Umweltbundesamtes (UBA) hat nun systematisch untersucht, wie sich in Innenstadtquartieren und in den Gebäuden dort kühlere Temperaturen erreichen lassen. UBA-Präsident Dirk Messner: „Wir sind dem Hitzeinseleffekt nicht schutzlos ausgeliefert. Mit deutlich mehr Grün, vor allem neuen Bäumen und mehr Verschattung durch außenliegenden Sonnenschutz sowie Dach- und Fassadenbegrünung lässt sich der Aufenthalt im Freien und die Temperaturen in den Wohnungen wesentlich angenehmer gestalten.* Neben neuen Bäumen müssen wir vor allem den alten Baumbestand in den Städten schützen – und ihn bei anhaltender Trockenheit regelmäßig bewässern.“
Beratungsergebnisse:
- Herbst 2022 – Haushaltsdiskussion: Laut Verwaltung ist für diese Maßnahme keine Haushaltsposition erforderlich. Der Antrag wird zur weiteren Behandlung in den Ausschuss für Klimaschutz und Umwelt verwiesen.
- 22.12.22 Rat: Der Bürgermeister gibt den Eingang des Antrages bekannt.
- 29.08.23 Ausschuss für Klimaschutz und Umwelt: Einstimmiger Beschluss

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