Grüne Presseerklärung zur Gestaltung des Sedanplatzes mit dem Mosesbrunnen

Presseerklärung vom 25.11. 2007

Mosesbrunnen passt nicht auf den Sedanplatz

„Kunst” kommt von „Können”. Wenn sie von „Wollen” käme, dann hieße sie „Wunst”.
(Karl Valentin oder Erich Kästner zugeschrieben)

Im Laufe dieser Legislaturperiode hat sich der Kulturausschuss insgesamt acht Mal mit dem Thema „Mosesbrunnen“ beschäftigt. Am 12. Mai 2005 stellte die CDU den Antrag, den Mosesbrunnen nicht zu bauen. Dieser Antrag wurde mit einer Gegenstimme verabschiedet und der Brunnenbau damals verhindert.

Auf Initiative der Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD und FDP, die sich gesondert mit Frau Stanke trafen und eine eigene „Vereinbarung“ mit ihr geschlossen haben, wurde der Mosesbrunnen wieder ins Rennen gebracht und der Kulturausschuss musste sich mehrfach mit dem Thema beschäftigen. In der letzten Sitzung hat Frau Stanke endlich ein Modell des Brunnen vorgestellt. Der Brunnen wird entworfen von dem bekannten Künstler Ernst Fuchs. Für Bündnis 90/Die Grünen stellen sich nun wesentliche Fragen:

1.Warum wird in Lage ein „Mosesbrunnen“ gebaut? Moses ist eine Person aus dem Alten Testament. Welche Bedeutung hat „Moses“ für Lage oder den Sedanplatz? Nach Aussage von Frau Stanke gibt es keine Beziehung. Bündnis 90/Die Grünen sind daher der Ansicht, dass es keinen „Moses“-Brunnen geben sollte.

2.Der Mosesbrunnen wird sehr groß, bunt und auffällig sein. Er wird einen Durchmesser von sechs Metern und eine Höhe von 2,80 Meter erreichen Es wird mit grellen Farben im Stil des Phantastischen Realismus gebaut. Der Sedanplatz ist, grob gesagt, um das Jahr 1900 herum entstanden. Der Baustil der umliegenden Gebäude ist ein vollkommen anderer. Nach Aussage von Frau Stanke selbst gibt es keine Beziehungen zwischen Brunnen und umliegender Bebauung. Nach Ansicht von Bündnis 90/Die Grünen passt der vorgeschlagene grellfarbene Brunnen nicht zum historischen Ambiente des Sedanplatzes.

Auf diese Fragen wurde im Kulturausschuss keine Antwort gefunden. Bündnis 90/Die Grünen sind der Ansicht, dass der Mosesbrunnen den Sedanplatz verschandeln wird und werden daher in der nächsten Sitzung des Kulturausschusses den folgenden Antrag stellen:

Von dem angebotenen Mosesbrunnen-Geschenk wird Abstand genommen. Der Sedanplatz soll ohne den Mosesbrunnen gestaltet werden.

Der erste Teil des Antrages wurde bereits von der CDU in der Kulturausschusssitzung vom 12. Mai 2005 gestellt und mit einer Gegenstimme angenommen. Bündnis 90/Die Grünen sind gespannt, ob die anderen Fraktionen ihre Meinung um 180 Grad ändern und wie die Abstimmung zum Mosesbrunnen verlaufen wird.

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